Zum Inhalt springen

PTR-Abgleich

Führt der Rückwärts-Eintrag deiner Mailserver-IP über einen Namen wieder auf dieselbe IP zurück?

Beispiele

Gib die IP ein, von der deine Mails ausgehen — oder den Namen des sendenden Servers. Eine Domain wie „meine-firma.de" ist hier meist die falsche Eingabe: Es zählt der Server, der die Verbindung aufbaut, nicht die Domain im Absender.

Was hier eigentlich geprüft wird

Hin, zurück — und wieder hin

Zu jeder IP kann ihr Betreiber einen Namen hinterlegen: den PTR. Der Empfänger deiner Mail schlägt diesen Namen nach und fragt dann weiter: Führt der Name per A- oder AAAA-Eintrag wieder auf genau die IP, von der die Verbindung kam? Wenn ja, ist der Abgleich bestätigt („Forward-confirmed reverse DNS"). Das ist eine der wenigen Prüfungen, die ein Empfänger schon vor der ersten Zeile deiner Mail machen kann.

Was SPF, DKIM und DMARC davon merken

SPF prüft durchaus eine IP — nämlich ob die sendende Adresse in der Liste der Absenderdomain steht. Was SPF NICHT prüft, ist der PTR: Ob zu dieser IP ein Name eingetragen ist und ob der zurückzeigt, spielt dabei keine Rolle. (Es gibt einen ptr-Mechanismus in SPF, der genau das täte — er gilt seit Jahren als überholt und soll nicht mehr benutzt werden.) DKIM und DMARC arbeiten ohnehin nur mit Domain und Signatur. Der PTR gehört dagegen dem, dem das IP-Netz gehört — meist deinem Hoster. Deshalb kann eine Domain lehrbuchmäßig eingerichtet sein und die Mail trotzdem hängenbleiben, ohne dass eine der drei Prüfungen etwas meldet.

Wer den Eintrag ändern kann

Nicht dein DNS-Anbieter, sondern der Betreiber des IP-Netzes: Hoster, Rechenzentrum oder Provider. Bei den meisten steht der PTR im Kundenmenü direkt neben der IP-Adresse. In deiner eigenen Zone musst du dafür nichts ändern — nur der Name, auf den der PTR zeigt, braucht dort einen A- bzw. AAAA-Eintrag auf dieselbe IP. Erst beide Richtungen zusammen ergeben den Abgleich.

IPv6 ist ein Sonderfall

Bei IPv6 fehlt der PTR sehr oft, und für die meisten Anwendungen ist das folgenlos — es ist kein Zeichen für eine kaputte Konfiguration. Bei einem sendenden Mailserver sieht es anders aus. Vorgeschrieben ist der Abgleich zwar nirgends — kein SMTP-Standard verlangt ihn, weder für IPv4 noch für IPv6 —, aber die großen Empfänger bestehen darauf: Google verlangt für IPv6-Absender ausdrücklich einen passenden PTR, andere handhaben es ähnlich. Praktisch heißt das: Wer über IPv6 zustellt, braucht dort denselben Abgleich wie über IPv4. Nutzt dein Server IPv6 gar nicht zum Versand, kannst du einen fehlenden IPv6-PTR ignorieren.